Drohnen in Österreich ✈️ Maximale Flughöhe

Wie hoch darf ich mit meiner Drohne in Österreich fliegen?

Die Grundregel in der gesamten EU (Kategorie OPEN) lautet: Die maximal erlaubte Flughöhe beträgt 120 Meter über dem nächstgelegenen Punkt der Erdoberfläche.

Wichtig: Diese Höhe gilt relativ zum Boden unter der Drohne. Wenn Sie einen Berg hinaufwandern und die Drohne immer 50 Meter über dem Hang halten, dürfen Sie auch höher als 120 Meter über dem Meeresspiegel sein, solange der Abstand zum Boden unter 120 Metern bleibt.

Wichtige Bestimmungen für Drohnenflüge in Österreich

1. Flugbeschränkungsgebiete (Spezialfall Wien)

In Österreich gibt es Zonen, in denen strengere Regeln gelten als auf dem flachen Land. Das prominenteste Beispiel ist das Flugbeschränkungsgebiet Wien (LO R 15).

  • Grundregel Wien: Drohnenflüge sind genehmigungspflichtig (Kategorie Specific).
  • Die Ausnahme („Spielzeug-Regel“): Drohnen unter 250 Gramm (z. B. DJI Mini) dürfen in Wien OHNE gesonderte Bewilligung geflogen werden, jedoch nur bis zu einer maximalen Flughöhe von 30 Metern.

2. Vorschriften für Nachtflüge

Darf man in Österreich nachts fliegen? Ja.

Seit der EU-Verordnung ist der Nachtflug in der offenen Kategorie erlaubt.

Voraussetzung: Die Drohne muss mit einem grünen Blinklicht ausgestattet sein, damit sie für andere Luftraumteilnehmer am Boden erkennbar ist. Die direkte Sichtverbindung (VLOS) muss auch nachts durch die Positionslichter gewährleistet sein.

3. Registrierung: Betreiber statt Drohne

Ein häufiges Missverständnis: In der offenen Kategorie registrieren Sie nicht die Drohne, sondern sich selbst als Betreiber (auf dronespace.at).

  • Pflicht: Sobald die Drohne über 250g wiegt ODER eine Kamera hat.
  • Kennzeichnung: Die erhaltene Betreiber-Nummer müssen Sie auf jeder Ihrer Drohnen anbringen.

4. Versicherungspflicht (Das A und O)

Egal ob Sie 30 Meter hoch in Wien oder 120 Meter hoch auf dem Land fliegen: Jeder Flug erfordert eine Luftfahrthaftpflichtversicherung. Eine normale Privathaftpflicht reicht oft nicht aus, da die gesetzliche Gefährdungshaftung (Haftung ohne Verschulden) fehlen kann.

Unsere Empfehlung für Österreich:
Sichern Sie sich ab mit den Tarifen der DMO. Diese bieten die geforderte Deckung (750.000 SZR) und schließen auch Nachtflüge sowie Flüge in Wien (im Rahmen der 30m-Regel) mit ein.

Fazit

Halten Sie sich strikt an die 120-Meter-Grenze (bzw. 30 Meter in Wien/Kontrollzonen mit Mini-Drohnen). Fliegen Sie niemals höher, da Sie sonst den kontrollierten Luftraum der bemannten Luftfahrt gefährden könnten. Nutzen Sie die Dronespace-App der Austro Control, um die maximal erlaubte Höhe an Ihrem Standort zu prüfen.