In der heutigen wissenschaftlichen Forschung nehmen Drohnen eine bedeutende Rolle ein – von der Gletschermessung in den Alpen bis zur archäologischen Erkundung. Doch der Einsatz teurer Sensorik in extremen Umgebungen birgt hohe Risiken. Dieser Artikel bietet einen Überblick über Drohnenversicherungen für Wissenschaftler in Österreich, die auch „Specific“-Einsätze und BVLOS-Flüge abdecken.
Herausforderungen und Risiken in der Wissenschaft und Forschung
Forschungsdrohnen operieren oft am Limit des Machbaren:
- Geologie/Glaziologie: Flüge im Hochgebirge bei Kälte und Wind. Absturzgefahr durch Vereisung.
- Meteorologie: Bewusster Flug in Gewitterzellen oder Turbulenzen zur Datenerfassung.
- Archäologie: Kartierung in unzugänglichem Gelände (Dschungel, Wüste). Risiko: Verlust der Drohne.
- Meeresbiologie: Einsatz über Wasser (Offshore). Korrosion und Verlust bei Notlandung im Meer.
Gesetzliche Vorschriften in Österreich
Wissenschaftliche Flüge sprengen oft den Rahmen der „Offenen Kategorie“:
- Kategorie SPECIFIC: BVLOS-Flüge (außer Sichtweite) oder Flüge über 120m Höhe erfordern eine Betriebsbewilligung (SORA) der Austro Control.
- Naturschutz: Flüge in Nationalparks benötigen Sondergenehmigungen der Landesbehörden.
- Versicherungspflicht: Die Polizze muss den Betrieb in der Kategorie Specific und ggf. weltweite Deckung (für Expeditionen) bestätigen.
Versicherungstypen für Forscher
Gewerbliche Drohnen Haftpflicht (Pflicht)
Schützt die Forschungseinrichtung vor Schadenersatzforderungen (z. B. wenn die Drohne ein Auto beschädigt oder einen Waldbrand auslöst).
Wichtig: Muss SORA-konform sein und die SZR-Deckung für die Austro Control bestätigen.
Drohnen-Kasko (Empfohlen)
Sichert das Investitionskapital. Eine Matrice 350 RTK mit LiDAR kostet ca. 40.000 €. Ein Totalverlust reißt ein Loch ins Forschungsbudget.
Tarifempfehlungen für Österreich
Da Standard-Versicherungen oft keine „Specific“-Deckung bieten, empfehlen wir für wissenschaftliche Einsätze die **DMO Spezialtarife**.
Haftpflicht-Tarife (Gewerbe / Institut)
| Tarif | Jahrespreis | Deckungssumme | Kategorie Specific | Weltweit (Expeditionen) | SZR-Bestätigung |
|---|---|---|---|---|---|
| DMO UAV Pilot (Basis) | 168,00 € | 3 Mio. € | ✔️ (Basis) | ✔️ (außer USA/Kanada) | ✔️ |
| DMO UAV Spezial | Auf Anfrage | bis 20 Mio. € | ✔️ (SORA komplex / BVLOS) | ✔️ (außer USA/Kanada) | ✔️ |
Kasko für teure Sensoren
Achten Sie darauf, dass die Kasko nicht nur die Drohne, sondern auch die **Nutzlast** (Payload) deckt. Ein LiDAR-Sensor ist oft teurer als der Copter.
Geeignete Drohnenmodelle für die Forschung
- DJI Matrice 350 RTK: Der Standard für LiDAR und Photogrammetrie. Wetterfest (IP55).
- WingtraOne: VTOL-Drohne für die Kartierung riesiger Areale (Geologie).
- Mavic 3 Multispectral: Kompakt, für Vegetationsanalysen.
Fazit
Forschungsprojekte mit Drohnen sind High-Tech-Einsätze unter schwierigen Bedingungen.
Sichern Sie Ihr Institut mit dem DMO Spezialtarif ab, um die strengen Auflagen der Austro Control (SORA) zu erfüllen, und schützen Sie das Equipment mit einer leistungsstarken **Kasko**.