Die Rehkitzrettung mithilfe von Drohnen hat sich in Österreich als unverzichtbare Maßnahme etabliert, um junge Kitze während der Mähsaison im Frühjahr vor landwirtschaftlichen Maschinen zu schützen. Da sich Rehkitze instinktiv im hohen Gras ducken („Drückinstinkt“), sind sie für Landwirte vom Traktor aus kaum sichtbar. Drohnen bieten hier eine innovative Lösung.
🇦🇹 Wichtig für Drohnenpiloten in Österreich
Achtung: Drohnen mit Kameras (auch Wärmebild) unterliegen in Österreich strengen Auflagen:
- ✅ Registrierungspflicht: Jeder Betreiber muss sich bei der Austro Control (dronespace.at) registrieren.
- ✅ Versicherungspflicht: Es ist eine Haftpflichtversicherung mit min. 750.000 SZR (ca. 1 Mio. €) Deckung gemäß § 148 LFG vorgeschrieben.
🇩🇪 Besucher aus Deutschland? Hier geht es zu den Tarifen für Deutschland →
Einsatz von Drohnen mit Wärmebildtechnik
Drohnen, die mit hochauflösenden Wärmebildkameras ausgestattet sind, erfassen die Körperwärme der Tiere im kühlen Morgengras. Diese Methode ist weitaus effektiver als das bloße Begehen der Felder. Allein im Jahr 2024 konnten laut Plattform rehkitzrettung.at österreichweit über 1.061 Rehkitze (davon 888 in Tirol) vor dem Mähtod bewahrt werden.
Für den rechtssicheren Flug in Österreich benötigen Sie die LFG-Bestätigung über 750.000 SZR. Viele internationale Anbieter stellen diese nicht aus. Wir empfehlen daher die Tarife der DMO, die von der Austro Control anerkannt werden.
Für private Helfer (Ehrenamt)
- Inkl. 750.000 SZR Bestätigung
- Günstiger Jahresbeitrag
- Ideal für Hobby-Piloten
Ab 39,96 € / Jahr (Stand: Mai 2025)
Für Vereine & Jägerschaft
- Gewerblicher Schutz inklusive
- Für organisierte Einsätze
- Hohe Deckungssummen möglich
Freiwillige Initiativen und staatliche Unterstützung
In Österreich vernetzen zahlreiche Initiativen Drohnenpiloten, Jäger und Landwirte. Plattformen wie rehkitzrettung.at (eine Initiative des Tiroler Jägerverbands) ermöglichen eine effiziente Koordination. Viele Rettungsaktionen werden ehrenamtlich durchgeführt. Regionale Förderprogramme, etwa vom Land Tirol, unterstützen Piloten teilweise bei der Anschaffung des Equipments oder durch Fahrtkostenzuschüsse.
Moderne Technik vs. Traditionelle Methoden
Früher wurden Felder mit Menschenketten oder Jagdhunden abgesucht – Methoden, die zeitaufwändig waren und keine Garantie boten. Drohnen ermöglichen hingegen eine fast 100%ige Abdeckung der Flächen in einem Bruchteil der Zeit. Dies erhöht nicht nur die Rettungsquote massiv, sondern verhindert auch Tierleid und schützt das Futter vor Verunreinigung (Botulismus-Gefahr durch Tierkadaver im Heu).
Fazit
Die Rehkitzrettung in Österreich ist ein Paradebeispiel dafür, wie moderne Technologie und Tierschutz Hand in Hand gehen. Voraussetzung für jeden Einsatz ist jedoch die Einhaltung der gesetzlichen Spielregeln: Registrierung, Drohnenführerschein und die korrekte Versicherung sind Pflicht, um Helfen nicht zum Risiko werden zu lassen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar. Versicherungsbedingungen können sich ändern. Die verlinkten Tarife enthalten Affiliate-Links, die unsere redaktionelle Arbeit unterstützen, ohne dass sich der Preis für Sie ändert. Bitte prüfen Sie vor Abschluss die aktuellen Bedingungen der Anbieter (Stand: Mai 2025).