Haftpflichtversicherung für DJI Phantom 4 in Österreich

Drohnenversicherung für die DJI Phantom 4 in Österreich

Der DJI Phantom 4 ist ein Klassiker unter den Quadrocoptern, wird aber aufgrund seines Gewichts (ca. 1,4 kg) vom Gesetzgeber mittlerweile streng reguliert. In Österreich besteht nicht nur eine strikte Versicherungspflicht, sondern auch eine klare Einschränkung des Fluggebiets. Dieser Artikel klärt über die Rechtslage auf und zeigt passende Versicherungslösungen.

Gesetzliche Anforderungen & Flugzonen (Achtung!)

In Österreich schreibt das Luftfahrtgesetz (LFG) vor, dass für die Phantom 4 eine Haftpflichtversicherung mit einer Deckung von mind. 750.000 SZR (ca. 1 Mio. Euro) bestehen muss.

⚠️ Wichtiger Hinweis zur Flugkategorie (OPEN A3):
Da die DJI Phantom 4 über 250g wiegt und keine C-Klassifizierung besitzt, gilt sie als „schwere Bestandsdrohne“.
Konsequenz: Sie dürfen diese Drohne nur in der Kategorie OPEN A3 fliegen. Das bedeutet: Mindestens 150 Meter Abstand zu Wohn-, Gewerbe-, Industrie- oder Erholungsgebieten. Ein Flug in der Stadt oder im Garten einer Wohnsiedlung ist mit der Phantom 4 in der „Open“-Kategorie nicht mehr erlaubt!

Empfohlene Versicherungen für Österreich

1. DMO Drohnenversicherung (Personenbezogen)

Für Piloten einer Phantom 4 ist die DMO oft die wirtschaftlichste Lösung. Da man die Phantom 4 aufgrund der A3-Beschränkung (siehe oben) oft nur noch auf freiem Feld nutzt und sich für stadtnahe Flüge vielleicht eine DJI Mini (unter 250g) anschafft, greift hier der Vorteil der DMO:

  • Unbegrenzte Anzahl an Drohnen: Sie versichern sich als Pilot. Egal ob Sie die Phantom 4, eine neue Mini 4 Pro oder beide besitzen – der Preis bleibt gleich.
  • Preis: Ab 39,96 € pro Jahr für Erwachsene (Jugendliche ab 26,64 €).
  • Leistung: 3 Mio. € Deckung, keine Selbstbeteiligung, inkl. Gefährdungshaftung und SZR-Bestätigung für Austro Control.

2. Marktüberblick: Gerätebezogene Versicherungen

Alternativ gibt es in Österreich Anbieter (z.B. Ancora, Air&More), die gerätebezogene Tarife anbieten.

  • Konzept: Die spezifische Drohne (Phantom 4) wird mit Seriennummer versichert.
  • Kosten: Für Drohnen dieser Gewichtsklasse (> 900g) liegen die Prämien oft höher (ca. 60 € bis 100 € jährlich), da das Schadenspotenzial schwerer Drohnen höher eingeschätzt wird.
  • Nachteil: Wenn Sie sich zusätzlich eine kleine Drohne für die Stadt kaufen, müssen Sie diese oft separat versichern oder den Vertrag erweitern.

Weitere Überlegungen bei der Wahl der Versicherung

Beim Abschluss einer Drohnenversicherung sollten Sie sicherstellen, dass:

  1. Die Gefährdungshaftung (verschuldensunabhängig) inkludiert ist.
  2. Funktionen wie autonomes Fliegen (Follow-Me, Waypoints) abgedeckt sind – die Phantom 4 beherrscht diese Modi, und nicht alle Alt-Tarife decken das ab. (Bei DMO ist dies inklusive).
  3. Der Schutz auch gilt, wenn Sie (legal) in der Kategorie A3 fliegen.

Fazit

Die DJI Phantom 4 ist immer noch eine hervorragende Kamera-Drohne, erfordert aber Disziplin bei der Wahl des Flugortes (nur weit weg von Bebauung!). Versicherungstechnisch fahren Sie mit einem personenbezogenen Tarif (DMO) meist am besten, da er Ihnen erlaubt, kostenneutral eine zweit-Drohne für Flüge in Wohngebieten (Kategorie A1) hinzuzufügen.

Stand: 10.12.2025. Wir erhalten für die Vermittlung über die hier genannten Links eine Provision.